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Begegnungszentrum Jägerndorf

Haus der Tschechisch-deutschen Verständigung - Haus EuropaAus einer guten Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Kulturwochen in Jägerndorf/ Krnov heraus entstand der Gedanke ein Haus der Verständigung zu schaffen.

Die Feier des 120. Jahrestages der Gründung der Oberrealschule führte 1995 zur ersten offiziellen Begegnung von Vertretern des Heimatkreises mit der damaligen Stadtverwaltung Krnov unter Bürgermeister Ing. B. Marek. Damit nahmen, jeweils mitgetragen vom Schlesisch-deutschen Verband Jägerndorf die "Deutschen Wochen" (bis 1998) ihren Anfang. Ab 1999 wurden "Deutsch-tschechische Wochen" unter verstärkter tschechischer Beteiligung veranstaltet.

Nach vielfältigen historischen, kulturellen und politischen Beiträgen von beiden Seiten ergab sich schließlich der von tschechischer Seite (Bürgermeister J. Hercig) ausgesprochene Gedanke, ein Haus für die Belange der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit an zentraler Stelle zu errichten. Auf Antrag der beteiligten Seiten entstand mit Unterstützung des Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds das Haus am Rathausplatz 29, das 1997 vom Hochwasser verwüstet worden war. Es wurde im Laufe des Jahres 2001 wieder aufgebaut, durch einen Anbau erweitert, modern ausgestattet und als "Haus der Tschechisch-deutschen Verständigung - Haus Europa" am 15. Mai 2002 der Öffentlichkeit übergeben. In den ersten Jahren wurde das Haus auch von der EU und seit dem Beitritt Tschechiens zur EU auch von der Stadtverwaltung Krnov mitgenutzt.

In Anerkennung der deutschen Vergangenheit Jägerndorfs war bereits 1998 im Theater die Büste des Jägerndorfer Geigenvirtuosen Gerhard Taschner (1922 - 1976) und zwei Jahre später in Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe A13 neben dem Rathaus das Denkmal des aus Jägerndorf stammenden Architekten und Professors Leopold Bauer (1872 - 1936) errichtet worden.

Gedenkstein auf dem Friedhof in JägerndorfIn Krnov/ Jägerndorf ist somit durch die Zusammenarbeit tschechischer kommunaler und gesellschaftlicher Organisationen mit den Vertretern der aus Jägerndorf vertriebenen Deutschen eine Basis geschaffen worden, die sich z.B. in den gemeinsamen Kulturwochen ständig neu bewähren musste bzw. erweitert hat. Infolge der für 2009 anstehenden Kooperation mit der bereits in Polen gelegenen Nachbarstadt Glubczyce/ Leobschütz wächst, gerade durch die Beteiligung jüngerer Mitarbeiter, ein Verständigungswerk, das in den Grenzen der Tschechischen Republik seinesgleichen sucht. So war es bereits 2007 gelungen nach der Renovierung historischer deutscher Denkmäler auch einen Gedenkstein für diejenigen Deutschen einzuweihen, die in den Jägerndorfer Lager von 1945/46 das Leben verloren hatten. Die Gedenkreden hielten Bürgermeisterin Renata Ramazanová und Heimatkreisbetreuer Kurt Schmidt.

Veranstaltungen im Begegnungszentrum Jägerndorf:

  • Sprachkurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Kindergruppen
  • Veranstaltungen für die deutsche Minderheit und Besuchergruppen
  • Vorträge und Diskussionen (meist zweisprachig)
  • Veranstaltungen kultureller und zwischenmenschlicher Art zur Entwicklung und Vertiefung der Beziehungen von tschechischen und deutschen Bürgern unter Berücksichtigung des europäischen Gedankens
  • "Deutsche Bibliothek" mit über 3000 Büchern, Bücherausleihe und deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften

Begegnungszentrum Jägerndorf
Horst Westphal
Albrechtická 220
794 01 Krnov
Tel./Fax: 554 637 444
Mobil: 736 639 836
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Verband Jägerndorf wird hier beschrieben.

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