Verband der Deutschen Region Prag und Mittelböhmen

LV Büro - 24. Juli 2019

Autor der Grafik ist der Illustrator des Landesechos Jiri Bernard

Der Verband der Deutschen Region Prag und Mittelböhmen wurde als einer der ersten Verbände der deutschen Minderheit bereits im Januar 1992 gegründet und feierte 2017 sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Vorerst bildete der Prager Verband gleichzeitig das oberste Gremium der Landesversammlung und war somit keine selbständige Organisation. 1994 wurde das Peter-Parler-Haus gegründet, in dem die Landesversammlung ihren Sitz hatte. Das Haus war der kulturelle Treffpunkt für alle Deutschen und Tschechen, die sich für die deutsche Kultur interessierten. Wegen der zu hohen Mietkosten wurde das Haus 1998 aufgelöst. Somit stand der Verband vorerst ohne Treffpunkt da.

In Absprache mit der Geschäftsleitung der LV, mit Herrn Martin Dzingel, führt der Prager Verband offiziell die gleiche Adresse wie die Landesversammlung und konnte den Sitzungsraum für seine regelmäßigen Zusammenkünfte nutzen. Die Weihnachtsfeiern im größeren Rahmen fanden anderenorts statt.

Als erste Vizepräsidentin der Landesversammlung gründete im September 1991 Christa Stross die Grundschule der deutsch-tschechischen Verständigung, deren Trägerschaft der Prager Verband der Deutschen übernahm und jeweils ein Mitglied im Aufsichts- und Verwaltungsrat stellte. Einige Jahre später wurde die Schule um ein Gymnasium erweitert und ins tschechische Mittelschulnetz eingebunden. Die Trägerschaft wurde von der Landesversammlung übernommen.

Margit Řehoříková

Als Verbandsvorsitzende vertrat Frau Řehoříková seit Frühjahr 2002 den Verband bei der Nationalitätenkommission beim Prager Magistrat. In dieser Funktion war sie an den langjährigen Verhandlungen mit den anderen Vertretern der Minderheiten wegen des Projekts, ein Haus der nationalen Minderheiten zu gründen, beteiligt. Nach langwierigen und kostenaufwendigen Bauarbeiten konnte das Haus der nationalen Minderheiten in der Vocelova 3 in Prag 2 am 21. Juni 2007 seiner Bestimmung übergeben werden. Gemeinsam mit dem Kulturverband der Deutschen, vertreten durch die Vorsitzende Irena Nováková, bezogen wir zwei Räume im ersten Stock. Unsere Verbandstätigkeit ist rein ehrenamtlich und so eröffneten sich nun für uns wesentlich mehr Möglichkeiten, da dem Verband nun Räumlichkeiten wie z. B. die Galerie, der große Saal und die Caféteria für Veranstaltungen genutzt werden können.

Von den anfänglich 120 registrierten Mitgliedern sind ungefähr zwanzig verblieben. Fünf davon sind im Vorstand und bei verschiedenen Veranstaltungen aktiv. Neben den mehr oder weniger regelmäßigen Zusammenkünften im Büro oder anderswo und den Exkursionen nehmen Mitglieder unseres Verbandes, auch Nichtmitglieder und Gäste an Ausstellungen, Seminaren, Vorträgen und anderen Aktionen teil, wie zum Beispiel Kinderfreizeiten, Bildungsseminaren, die die Landesversammlung, der Kulturverband mit dem Sudetendeutschen Büro Prag und die anderen dreizehn im Haus vertretenen Minderheiten veranstalten. Unser Verband organisierte Weihnachtsfeiern im engeren Kreis, Filmvorführungen, an denen auch Nichtmitglieder zugegen waren.

Für die breite Öffentlichkeit organisierte der Prager Verband zum ersten Mal gemeinsam mit der Landesversammlung im Januar 2012 im DNM die Ausstellung „Dem Humor entgegen“, auf der sich zwei Künstler aus den Reihen des Verbandes präsentierten. Seitdem der Geschäftsführer Martin Dzingel auch Präsident der Landesversammlung ist, hat sich die Zusammenarbeit wesentlich intensiviert, ebenfalls mit dem Landesecho seit Antritt des neuen Chefredakteurs Steffen Neumann November 2017. Der neue Verbandsvorsitzende (seit 2017) Pavel Fára plant ebenfalls weiterhin gemeinsame, größere Aktionen, mit denen man an die Öffentlichkeit treten kann – ganz im Konsens des Hauses der nationalen Minderheiten.

Verband der Deutschen Region Prag und Mittelböhmen
Pavel Fára, Margit Řehoříková
Vocelova 602/3,
120 00 Praha 2
Tel.: +420 222 965 056, mobil: +420 603 532 000
E-Mail: verbandprag@landesversammlung.cz; germania1@volny.cz

 

Autor der Grafik ist der Illustrator des Landesechos Jiri Bernard.